Delirio de Lirios

In Pablo Hallers jüngstem Projekt Delirio de Lirios treffen düstere, zuckerzähe Texte auf cheape R&B-Beats und klebrige Trap-Strukturen.

Die Sprache tastet, schlingert, kippt. Die Performance oszilliert zwischen Intimität und Inszenierung – roh, opak, nie ganz ironiefrei.

Inspiriert von der fiebrigen Atmosphäre von Robert Müllers Roman „Tropen“ und der radikalen Extravaganz von Grace Jones entsteht eine dichte, feuchtheisse Bildwelt aus Schönheit und Schauder. Sie spielt bewusst mit Brüchen: der Jungle als innerer Zustand, als überzeichnetes, mitunter delirierendes Spiel mit Kitsch, Körperlichkeit und kulturellen Referenzen.

Delirio de Lirios ist eine Attitüde – reduziert, übersteigert und konsequent eigen.